La situazione italiana oder: Was man als Italianist immer so gefragt wird

Mafia und Anti-Mafia, oltràlpe — admin on August 28, 2008 at 16:36

Giancarlo de Cataldo: Nelle mani giuste [In die richtigen Hände], Einaudi 2007

Un bel giorno, gli italiani si sarebbero svegliati con in testa un mucchietto di idee ben precise sul loro presente e sul loro Paese. Gli zingari rompono i coglioni. I negri puzzano. Le donne sono tutte troie, e quelle che abortiscono sono le piú troie di tutte. I carcerati devono starsene in galera. Tutti hanno diritto di armarsi per difendere la proprietà privata. Quel mattino gli italiani si sarebbero svegliati con lo stupore di scoprire che queste cose le pensavano tutti.
Non si trattava che di estrarre, attraverso un paziente lavorio maieutico, il peggio che gli italiani si portano dentro da sempre.

[…]

Fu una collega giornalista della stampa estera a illuminarlo. Fu quando lui le chiese di Berlusconi e lei, con un bel sorriso nordico che le spianò miracolosamente le rughe severe all’angolo di una bocca larga e ben formata, rispose:
-Oh, Berlusconi! È cosi … cosi perfettamente italiano!
Ecco. Era quella la chiave di tutto.
L’Italia.
L’Italia cercava un padrone.
L’Italia cercava un padrone italiano.
Berlusconi era il piú italiano di tutti.
Berlusconi sarebbe diventato il padrone dell’Italia.

Eines schönen Tages würden die Italiener aufwachen mit einem Haufen sehr ausgefeilter Ideen im Kopf über ihre Zeit und über ihr Land. Die Zigeuner gehen auf den Sack. Die Neger stinken. Die Frauen sind alle Huren und die, die abtreiben, sind die schlimmsten Huren von allen. Die Häftlinge sollen im Gefängnis bleiben. Alle haben das Recht sich zu bewaffnen, um ihr Eigentum zu schützen. An diesem Morgen würden die Italiener aufwachen und erstaunt feststellen, daß sie alle so dachten.
Es ging lediglich darum, mit Geduld und Einfühlungsvermögen das Schlechteste, was die Italiener seit jeher in sich trugen, an die Oberfläche zu bringen

[…]

Es war dann eine Journalistenkollegin von der ausländischen Presse, die ihm alles klar machte. Es geschah, als er sie nach Berlusconi fragte, und sie ihm mit einem schönen nordischen Lächeln antwortete, das die strengen Falten am Rand ihres großen und gut geformten Mundes auf wunderbare Art verschwinden ließ:
-Oh, Berlusconi! Er ist so…er ist so perfekt Italienisch!
Das war’s. Das war der Schlüssel zu allem.
Italien.
Italien war auf der Suche nach einem Herrscher.
Italien war auf der Suche nach einem italienischen Herrscher.
Berlusconi war der italienischte von allen.
Berlusconi würde der Herrscher Italiens werden.

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